Warum engagieren?

Vier gute Gründe, sich bürgerschaftlich zu engagieren

  1. Arbeit mit einem neuen Blickwinkel
    Im „normalen Beruf“ geht man aufgrund der Existenzsicherung Kompromisse bei den Arbeitsbedingungen ein. Bei einer freiwilligen Tätigkeit stehen Aspekte wie Zufriedenheit, ein erbauliches soziales Umfeld und sinnvolle Aufgaben im Vordergrund. Nicht Geld ist die Anerkennung, sondern Wertschätzung, Spaß, Freude und Gelassenheit. Probieren Sie's aus!
  2. Sinn finden, Sinn erleben, Sinn geben
    Sich zu engagieren, ist zwar eine Form von Arbeit, aber auch eine sehr schöne Sinngebung. Indem ich anderen helfe, helfe ich auch mir selbst. Engagement fördert die Gemeinschaft und schützt vor Einsamkeit.
  3. Neue Menschen und neue Aufgaben kennenlernen
    Sie haben viele Talente: Ein Busfahrer wird zum Archäologen. Eine alleinstehende Beamtin hilft zum Ausgleich am Feierabend einmal in der Woche im Familienzentrum.
    Es gibt Aufgabenbereiche, von denen Sie vielleicht immer schon geträumt haben, es hat sich aber in Ihrem Leben bisher keine Gelegenheit ergeben, sich zu engagieren. Mit einem Freiwilligeneinsatz können auch Träume wahr werden.
  4. Erfahrung einbringen
    Vielleicht haben Sie gar keine Lust, abrupt in das Rentendasein einzutreten. Sich wohldosiert weiter zu engagieren und dabei wertvolle Lebenserfahrung weiterzugeben, verhindert Sinnkrisen.

 

Einmal helfen - immer helfen?

Nein, danke! Die Bedingungen bei freiwilligen Tätigkeiten haben sich geändert. Befristete überschaubare Einsätze sind gefragt.

 

Bestimmen, wo die Grenzen sind – kein Burnout

Indem man die freiwillige Arbeit zeitlich und auch inhaltlich an die eigenen Möglichkeiten, Wünsche und Interessen anpasst, bleiben Arbeit und Erholung im Gleichgewicht.Die Freiwilligenagentur achtet bei der Vermittlung besonders auf diesen Aspekt.

Für jeden ist etwas dabei

Was bewegt Menschen dazu, eine Arbeit auf freiwilliger Basis, ohne finanziellen Gegenwert für die Leistung, manchmal auch still und leise ohne gesellschaftliche Anerkennung, auszuführen?

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die für Menschen mit bestimmten Charaktereigenschaften oder in bestimmten Lebensphasen für eine freiwillige Arbeit sprechen.

 

Die Älteren von uns

  • Für manche Menschen relativiert sich im Alter das Streben nach Besitz. Man hat schon viele Ziele erreicht und sucht eine sinnvolle Aufgabe. Wichtig dabei ist, dass man nicht wie in den Zeiten des Erwerbslebens unter beruflichem Dauerstress steht, sondern dass es eine Aufgabe ist, vom Zeitpensum und Inhalt her, die einem zusagt.
  • Für andere steht der soziale Gedanke im Vordergrund. Vielleicht können sie auf ein harmonisches erfülltes Leben zurückblicken und möchten der Gesellschaft, die dieses Dasein mitgetragen hat, etwas zurück schenken.
  • Da man in unserem heutigen System, der ganzen Seniorenwerbung zum Trotz, schnell zum alten Eisen gehört, sucht der eine oder andere eine Aufgabe, die neuen Lebenssinn schenkt.
  • Man möchte vielleicht sein ganzes handwerkliches oder intellektuelles Wissen, das man im Leben angesammelt hat nicht ungenutzt lassen.
  • Manche suchen neue Erfahrungsfelder mit Aufgaben, die man immer schon machen wollte.
  • Oder man wirkt der Alterseinsamkeit entgegen, indem man sich mit anderen Menschen gemeinsam engagiert.

Die Fitten von uns

  • Die Sportler bilden Nachwuchs aus und möchten ihr Know-how weitergeben. Dieses Aufgabenfeld ist immens aufgrund der heute unerschöpflichen Vielfalt an Sportarten.

Die Leidenschaftlichen von uns

  • Vielleicht macht man sein Hobby zur neuen Aufgabe, wie zum Beispiel in Freiwilligeneinsätzen im Bereich der Archäologie oder anderen sehr spannenden Berufsgruppen, die mit Freiwilligen zusammenarbeiten.

Die Praktischen von uns

  • Manche gehen zur Feuerwehr, weil ihr Dorf ohne Freiwillige Feuerwehr eines Tages abbrennen könnte.

Die Sozialen von uns

  • Sie fühlen mit den Schwächeren in unserer Gesellschaft, oder denjenigen die gerade keine Glückssträhne haben, und möchten helfen. Vielleicht denken sie, wie nah sie selbst schon aufgrund einer schwierigen Lebenssituation am Abgrund gestanden haben und sind dankbar.

Die Jungen

  • Ein Jugendlicher möchte seine Zeit bis zum Lehrstellenbeginn überbrücken. Von der Privatwirtschaft wird es hoch geschätzt, wenn sich ein Jugendlicher sozial engagiert. Es verbessert die Chancen bei der Lehrstellensuche. Der Wille, etwas für seine Zukunft und für die Mitmenschen zu tun. hilft die Schulnoten aufzubessern. Gleichzeitig lernt man verschiedene Arbeitsbereiche kennen.
  • Andere Jugendliche möchten Ihren Wissens- und Erfahrungsschatz ergänzen, indem Sie eine Fremdsprache vertiefen während eines Aufenthaltes im Ausland. Gemeinsam mit anderen Kollegen und neuen Jugendlichen aus anderen Ländern.
  • Oder eine Schulklasse arbeitet als Klassenprojekt bei einem Naturschutzprojekt. 

 

Dies sind eine ganze Vielzahl von persönlichen, praktischen und ethischen Gründen. Ihnen allen ist gemein:

Etwas freiwillig zu tun, ist ein Geschenk an die Gemeinschaft und fördert den sozialen Zusammenhalt. Besonders in der heutigen Zeit, in der man sagt „Zeit ist Geld“, könnte man auch sagen „Zeit ist ein besonderes Geschenk“, ein besonders wertvolles Geschenk.

Engagement stärkt die ganze Gesellschaft

Von der Freiwilligenarbeit profitieren jung und alt. Junge Menschen kümmern sich um Senioren; Senioren kümmern sich um Junge. Insgesamt ist die Freiwilligenarbeit ein Gewinn für die ganze Gesellschaft. Sie fördert den Zusammenhang in der Gemeinschaft und verbessert somit den Wohlfühlfaktor in der Gemeinde. Sich wohl Fühlen ist ein Dableibe-Grund. Sich wohl Fühlen verbindet; der Wohnort wird zur Heimat. Somit ist Freiwilligenarbeit ein gesellschaftspolitisch prägender Faktor.